Miltonmodell

Das Miltonmodell wurde nach dem Vornamen von Milton Hyland Erickson benannt. Er prägte nicht nur in den USA die Hypnose und Hypnotherapie maßgeblich. Er starb 1980 mit 78 Jahren in den Vereinigten Staaten. Seine Erkenntnisse werden nicht nur in der Hypnose, sondern auch in der NLP und der Erziehung häufig angewandt. Seine Sprache hilft dabei, bei den Zuhörenden keine Widerstände zu erzeugen. Das Miltonmodell kann in vielen Kontakten zu einem fruchtbaren Gewinn führen.

Das Sprachmodell von Milton lässt sich in mehrere Unterpunkte aufteilen. Die Nominalisierung von Verben verursacht keinen Erwartungsdruck beim Zuhörenden. Wird von dem Lernen gesprochen, kann das Gegenüber dies nach seinen eigenen Erfahrungen füllen. Unspezifische Verben erzeugen weniger Blockaden. In der Hypnose ist es hilfreich, Abläufe in der Gestalt zu benennen. Wird zum Beispiel von Bewegung gesprochen, kann der Zuhörende sich gehend, laufend oder rennend vorstellen. Die Ausfüllung des Begriffs liegt frei. Einen weiteren Aspekt bietet die vergleichende Tilgung. Hier hilft das Miltonmodell dadurch, dass eine Veränderung impliziert wird. Das leichtere Lernen oder die angenehmeren Empfindungen weisen auf mehreres hin. Zum einen machen die Begriffe deutlich, dass ein Lerneffekt bereits eingetreten ist. Das Maß wird vom Zuhörenden bestimmt. Der Verlauf davon wurde verändert. Es wird immer ein unspezifischer Referenzindex angeführt. Wenn wie im vorangegangenen Satz von dem leichteren Lernen gesprochen wurde, wird klargestellt, dass bereits vorher gelernt wurde. Der Inhalt dessen wird vom Zuhörenden gefüllt. Das Miltonmodell arbeitet außerdem mit der vollständigen Tilgung. Dieses Element bedeutet, dass die Füllung des Satzobjektes dem Zuhörenden überlassen wird.
Insgesamt lebt das Miltonmodell davon, dass keine Widerstände beim Zuhörenden entstehen können. Die Sprache ist so unspezifisch gewählt, dass die eigene Fantasie die Bedeutungen liefert. Auf diese Weise kann ein entspanntes Zuhören vereinfacht werden. Gleichzeitig wird durch verschiedene Auswahlmöglichkeiten eine gewünschte Handlungsfolge impliziert. Wird der Person zum Beispiel gesagt, dass sie in der Folge die Augen schließen „kann“, wird die Erwartungshaltung deutlich ohne einen Druck aufzubauen.